DVD-/BD-Reviews




Undefeated Bahamut Chronicle Vol. 1 (Blu-ray)



 

Titel

Undefeated Bahamut Chronicle Vol. 1 (Blu-ray)

 

Originaltitel

最弱無敗の神装機竜[バハムート]

 

Label

Nipponart

 

Releasedatum

Juni 2017

 

Altersfreigabe

ab 16 Jahren

Wir bedanken uns bei Nipponart für die Bereitstellung eines Reviewexemplars.


Covertext
Nach jahrhundertelanger Schreckensherrschaft wurde das Kaiserreich Arcadia endlich zerschlagen und Frieden kehrte wieder ins Reich ein. Fünf Jahre sind seitdem vergangen und der ehemalige Prinz Lux Arcadia muss sich als Handlanger verdingen. Bei einem nächtlichen Auftrag stürzt er durch das Dach der Königlichen Ritterakademie und landet direkt auf Lisesharte Atismata, der Prinzessin des neuerrichteten Königreichs. Um Lux für die Schmach büßen zu lassen, fordert sie den ehemaligen Prinzen zum Duell mit ihren mechanischen Drachen, den Drag-Rides, heraus. Allerdings hat sich Lux einen Namen als "ungeschlagener Schwächling" gemacht …

Synchro
Die beiden Hauptcharaktere Lux Arcadia und Lisesharte Atismata wurden zwar mit keinen bekannten Seiyū besetzt, doch konnten Mutsumi Tamura und Lynn schon in zahlreichen anderen Serien - vor allem in Nebenrollen - ihr Können beweisen. Nicht weniger wichtig sind die Charaktere Airi Arcadia, Noct Leaflet, Krulcifer Einfolk und Philuffy Aingram, die ebenfalls mit zum Teil noch nicht so bekannten Seiyū besetzt wurden. Dies mindert die Qualität der Synchronisation zu keinem Zeitpunkt, denn alle Beteiligten meistern die ihnen gestellte Aufgabe ohne Probleme. Da man an der schauspielerischen Leistung auch nichts bemängeln kann, ist das japanische Original durchaus zu empfehlen.
Nipponart beauftragte das Studio KÖLNSYNCHRON mit der Produktion der dt. Synchronfassung. Bei der Auswahl der Sprecher bewies das Studio noch ein recht gutes Händchen, auch wenn man sich an manche der Sprecherinnen und Sprecher erst gewöhnen muss. Die schauspielerische Leistung aller Beteiligten lässt dagegen keine Wünsche offen, denn hier zeigt sich die Erfahrung der dt. Sprecher. Sehr gewöhnungsbedürftig ist dagegen das Dialogbuch, denn hier hat sich das Studio sehr viele Freiheiten genommen. Die Ausdrucksweise würde zwar zu Personen dieses Alters passen, aber manche Sprüche und Wörter passen nicht in das Setting der Serie. Hier hätte man sich doch mehr am Original orientieren sollen, anstatt auf Teufel komm raus witzig sein zu wollen. Zwar ist die dt. Fassung kein Totalausfall, aber wer die Serie lieber originalgetreu sehen will, sollte lieber das japanische Original anschauen.

Punkte: 5/5 - japanische Synchro
Punkte: 3/5 - deutsche Synchro

Opening/Ending
Sowohl das Opening Hiryō no Kishi, gesungen von TRUE, als auch das Ending Lime Tree, gesungen von nano.RIPE, wurde nicht untertitelt.

Untertitel
Nipponart bleibt sich treu und so verwendet auch Undefeated Bahamut Chronicle weiße Untertitel mit einer schwarzen Außenlinie. Dank des perfekten Timings, sowie der tadellosen Rechtschreibung und Grammatik gibt es nichts, was man kritisieren könnte. Da in der japanischen Synchronisation zahlreiche Suffixe verwendet werden, sind diese auch in den Untertiteln zu finden. Einzig die Adelstitel sind eine Ausnahme, denn diese wurden passend übersetzt. Ein paar wenige japanische Einblendungen und die Episodentitel wurden ebenfalls übersetzt und unterscheiden sich durch die Großschreibung von den normalen Untertiteln. Eine sekundäre Untertitelspur widmet sich sogar nur der Übersetzung dieser jap. Einblendungen und der Episodentitel.

Punkte: 4/5

Bild
Undefeated Bahamut Chronicle wurde von Januar bis März 2016 im jap. Fernsehen ausgestrahlt, so dass man vom Bild eine sehr hohe Qualität erwarten kann. Nipponart lieferte in diesem Bereich ein mehr als zufriedenstellendes Produkt ab, denn es gibt keinen Punkt, denn man kritisieren könnte. Die Konturenschärfe ist perfekt, die Farben sind kräftig und wirken dabei dennoch natürlich und ein paar schöne Effekte gibt es in den drei Episoden ebenfalls zu sehen.

Punkte: 5/5

Ton
Der japanische Linear PCM Stereo-Ton wurde für die deutsche Blu-ray übernommen, während die dt. Tonspur im DTS-HD Master Audio 5.1-Format produziert wurde. Da die Serie doch einige Kämpfe zu bieten hat, kommt die deutsche Synchronfassung in solchen Szenen sehr gut zur Geltung, auch wenn sie insgesamt etwas leiser als die japanische Synchronisation zu sein scheint. Da beide Tonspuren frei von Tonfehlern sind, kann man in diesem Punkt zufrieden sein.

Punkte: 3,5/5

Extras
Leider sind auf der Blu-ray keine Extras enthalten.

Punkte: 0/5

Menüs
Nur wenige Sekunden nach dem Copyright-Hinweis, dem FSK-Hinweis und dem Labeltrailer wird das Hauptmenü eingeblendet, welches vom Opening Hiryō no Kishi begleitet wird. Während man sich für eines der Untermenüs entscheidet, dreht sich das Zeichen in der Mitte (siehe Screenshots) ohne Pause. Die Untermenüs werden direkt über dem Hauptmenü eingeblendet.

Punkte: 2/5

Das Hauptmenü

Die Episodenauswahl

Die Einstellungen
(für eine größere Ansicht einfach anklicken)



Verpackung
Das erste Volume von Undefeated Bahamut Chronicle wird in einer normalen blauen Blu-ray-Hülle ausgeliefert. Das Covermotiv, welches den Charakter Lisesharte Atismata zeigt, wurde dem Digipack des ersten japanischen Volumes entliehen. Die Rückseite des Inlays bietet die üblichen Informationen, die aus Screenshots, den Blu-ray-Daten und einer groben Zusammenfassung der Geschichte bestehen. Ein 12-seitiges Booklet stellt ein paar der Charaktere genauer vor und bietet zudem ein paar Artworks und Skizzen der Charaktere und Drag-Rides. Zudem liegt der Blu-ray noch ein Sticker mit dem Covermotiv des ersten Volumes bei. Dank eines Wendecovers stellt die deutsche Altersfreigabe auch kein Problem dar. Die Erstauflage des ersten Volumes wird mit einem Sammelschuber ausgeliefert (das Cover ist weiter oben zu sehen), doch stand dieser für diese Rezension nicht zur Verfügung. Die Bewertung in diesem Punkt bezieht sich nur auf die zur Verfügung gestellte Amaray (die fertige Verkaufsfassung, die im Handel erhältlich sein wird, würde eine höhere Bewertung erhalten).

Punkte: 3,5/5

Meine Meinung zur Blu-ray
Nipponart hat im Covertext nur die Ereignisse der ersten Episode zusammengefasst, weshalb ich mich noch ein bisschen dazu äußern werde. Nach dem Sturz des Königreichs Arcadia muss Lux, zusammen mit seiner Schwester Airi, Schulden begleichen, die ihnen als Strafe auferlegt wurden. Deshalb erledigt der ehemalige Prinz tapfer zahlreiche Aufgaben, die ihm die Bürger des neuen Königreichs Atismata geben. Wie es der Zufall so will, landet er dabei ausgerechnet durch einen kleinen Unfall im Bad der Königlichen Ritterakademie, die nur von Mädchen besucht wird. In Normalfall wäre das kein Problem, wenn das Bad nicht gerade voll mit eben diesen Mädchen gewesen wäre, die sich wie Gott sie schuf zeigten. Doch Lux hat mehr Glück als Verstand und so darf er als erster Junge die Ritterakademie besuchen. Dass das Leben zwischen lauter Mädchen nicht so einfach ist, muss er schon nach kurzer Zeit am eigenen Leib erfahren. Doch so schön das Leben an der Akademie sein mag, das ehemalige Königreich gewinnt wieder an Unterstützern, die keine Rücksicht auf Verluste nehmen und gerne auch über Leichen gehen …
Die deutsche Umsetzung von Undefeated Bahamut Chronicle ist sehr solide, doch gibt es zwei Punkte, die einem doch negativ auffallen. Bereits bei Kazé gehören fehlende Extras zur Tagesordnung und so ist es schade, dass es bei Nipponart in diesem Bezug ebenfalls mau aussieht (wobei das Label bemüht war, mit dem Sticker und dem Booklet etwas Ausgleich zu schaffen). Der zweite Punkt ist dagegen mehr als auffällig, denn das Dialogbuch der deutschen Synchronfassung passt einfach nicht zu dieser Serie bzw. hat man sich gegenüber der Vorlage sehr viele Freiheiten genommen. Oft wird in solchen Fällen von einer Lokalisation gesprochen, die sich an den hiesigen Markt anpasst, doch sollte man dabei trotzdem auf die Vorlage achten und ob Ausdrucksweise und Wörter wirklich zu dem Titel passen. Sieht man über diese Punkte hinweg, bekommt man eine typische und dennoch unterhaltsame Harem-Serie präsentiert, die hin und wieder auch ernste Untertöne anschlägt. In der Gesamtwertung verdient das erste Volume daher 3,5 von 5 Punkten.

Screenshots (für eine größere Ansicht einfach anklicken)



© Senri Akatsuki-SB Creative Corp./Undefeated Bahamut Partners




Miki