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GATE Vol. 4 (Blu-ray)



 

Titel

GATE Vol. 4 (Blu-ray)

 

Originaltitel

GATE 自衛隊 彼の地にて, 斯く戦えり

 

Label

Anime House

 

Releasedatum

Juni 2017

 

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

Covertext
Youji Itami und seine Freunde, allen voran Elfe Tuka, Magierin Lelei, Todesengel Rory und Prinzessin Piña, sitzen in der Klemme. Was als krönender Abschluss des Japan-Besuchs der Mädchen aus der anderen Welt geplant war - die heißen Quellen von Hakone - droht zur üblen Falle zu werden. Das Hotel wird von Agenten aus aller Welt belagert, der Weg zurück zum Gate scheint abgeschnitten.
In Alnus erscheint unterdessen die Dunkelelfe Yao, die eine weite Reise auf sich genommen hat, um die "grünen Soldaten" aus der anderen Welt um Hilfe zu bitten. Ihr Clan wird von dem Feuerdrachen bedroht, den Youji und sein Trupp vor einiger Zeit mit knapper Not vertrieben haben.
Doch das Schicksal scheint sich gegen Yao verschworen zu haben …

Synchro
In Japan wollte man scheinbar nichts dem Zufall überlassen, denn in der Hauptrolle des Otakus Youji Itami ist der bekannte Seiyū Junichi Suwabe (u.a. Dandy in Space Dandy) zu hören. Prinzessin Piña Co Lada wird ebenfalls von keiner unbekannten Person gesprochen, denn Haruka Tomatsu (u.a. Asuna in der Sword Art Online-Reihe) durfte ihr ihre Stimme leihen. Doch auch Nao Toyama (u.a. Chitoge Kirisaki in der Nisekoi-Reihe) und Risa Taneda (u.a. Mirai Kuriyama in Beyond the Boundary) stehen als Lelei La Lelena und Rory Mercury mehr im Mittelpunkt und sind dadurch öfter zu hören. Mit Yōko Hikasa (u.a. Mio Akiyama in der K-ON!-Reihe) in der Rolle der Yao Ha Ducy gibt es auch Zuwachs bei den wichtigen Charakteren. Da die Auswahl der Seiyū gelungen ist und man an der schauspielerischen Leistung keine Kritik üben kann, ist das japanische Original durchaus zu empfehlen.
Anime House beauftragte die LAB SIX sound & media solutions aus Heilbronn mit der Produktion der deutschen Synchronfassung. Während das Dialogbuch von Timo R. Schouren überzeugen kann, sieht es bei der Auswahl der Sprecher anders aus. Patrick Schröder passt stimmlich noch am besten zum Hauptcharakter Youji Itami, doch bei den restlichen männlichen Charakteren ist die Besetzung mal mehr, mal weniger gut gelungen. Bei den weiblichen Charakteren sieht es nicht besser aus, auch wenn man sich an manche der Stimmen gewöhnen kann. Besonders bei Rory Mercury ist das zu bezweifeln, denn Kathrin Hildebrand klingt leider mehr als zehn Jahre zu alt für diesen Charakter. Christiane Werk musste in den aktuellen Episoden als Prinzessin Piña Co Lada ihr Können beweisen, denn sie steht nach wie vor im Mittelpunkt der Geschichte. Yao Ha Ducy wurde bei uns mit Carolin Sophie Göbel besetzt, die zwar stimmlich komplett anders als ihre japanische Kollegin klingt, aber dennoch ganz gut passt. Die schauspielerische Leistung aller Beteiligten lässt fast keine Kritik zu, doch wäre durch eine sorgfältigere Auswahl an Synchronsprecherinnen und -sprechern mit passenderen Stimmen eine insgesamt bessere Synchronfassung möglich gewesen. Da man die Wahl hat, sollte man sich am besten das jap. Original mit deutschen Untertiteln anschauen.

Punkte: 5/5 - japanische Synchro
Punkte: 2,5/5 - deutsche Synchro

Opening/Ending
Sowohl das Opening GATE ~ Sore wa Akatsuki no you ni, gesungen von Kishida Kyōdan & The Akeboshi Rockets, als auch das Ending Prism Communicate, gesungen von Hisako Kanemoto, Nao Tōyama und Risa Taneda, wurde in Deutsch untertitelt.

Untertitel
Das Label Anime House setzt seit jeher auf weiße Untertitel mit einer schwarzen Outline (GATE verwendet zudem keine Standard-Schriftart). Dank des perfekten Timings, sowie der tadellosen Rechtschreibung und Grammatik kann man nichts an ihnen aussetzen. Normale Suffixe sind in der japanischen Synchronisation nur selten zu hören, doch Adelstitel und Militärränge gibt es zuhauf. Diese sind - zusammen mit den wenigen Suffixen - in den Untertiteln zu finden bzw. wurden sie passend übersetzt. Wichtige japanische oder englische Einblendungen und Schilder wurden ebenfalls übersetzt (ähnlich den aktuellen peppermint anime-Veröffentlichungen als Grafiken, die jedoch über die normalen Untertitel aktiviert werden und nicht als Hardsubs ins Bild "gebrannt" sind; zudem wurden diese Texte farblich angepasst). Die sekundären Untertitel, die für die dt. Synchronfassung gedacht sind, widmen sich nur der Übersetzung dieser Einblendungen und Schilder (die in den aktuellen Episoden aber nicht in der bisherigen Menge vorhanden sind).

Punkte: 4,5/5

Bild
Die erste Staffel von GATE wurde von Juli bis September 2015 im japanischen Fernsehen ausgestrahlt. Die Bildqualität sollte daher auf einem hohen Niveau sein und Anime House konnte in diesem Bereich auch ein zufriedenstellendes Produkt abliefern. Eine perfekte Konturenschärfe, saubere Farbverläufe, sowie kräftige und dabei dennoch natürlich wirkende Farben lassen keine Wünsche offen. Da zu keiner Zeit Bildartefakte zu erkennen sind und es in wenigen Szenen auch ein paar tolle Effekte zu sehen gibt, kann man mehr als zufrieden sein.

Punkte: 5/5

Ton
Der japanische Linear PCM Stereo-Ton wurde für die hiesigen Blu-rays in DTS-HD Master Audio 2.0 umgewandelt. Zwar bietet GATE auch in den aktuellen Episoden etwas Action, doch wurde der deutsche Ton ebenfalls nur in DTS-HD Master Audio 2.0 produziert. Beide Tonspuren sind frei von Tonfehlern, doch wäre in diesem Bereich mehr möglich gewesen.

Punkte: 3/5

Extras
Das vierte Volume von GATE hat leider wenige Extras zu bieten. Das kurze Video Hinter den Kulissen zeigt das Synchronstudio bei der Arbeit. Im 4-minütigen Video Interview mit Kathrin Hildebrand kommt die Synchronsprecherin von Rory Mercury zu Wort, die etwas über sich und auch die Arbeit an der Serie erzählt. Unter dem Punkt Karaoke Musikvideos ist der Song Harete Kirari aus der Serie Mei☆Com (einer Serie in der Serie) zu finden. Je nach Wunsch kann der Song ohne Untertitel oder mit Untertiteln inkl. Karaoke-Effekt angeschaut werden. Abgerundet wird der Punkt Extras von Trailern zu GATE und Genji Monogatari.

Punkte: 2/5

Menüs
Wenige Sekunden nach dem Labeltrailer, den Copyrights und dem FSK-Hinweis wird sofort das statisch gestaltete Hauptmenü eingeblendet, welches vom Opening GATE ~ Sore wa Akatsuki no you ni begleitet wird. Die einzelnen Untermenüs können auf der linken Seite ausgewählt werden, während sie auf der rechten Seite eingeblendet werden.

Punkte: 2/5

Das Hauptmenü

Die Episodenauswahl

Die Sprachauswahl

Die Extras
(für eine größere Ansicht einfach anklicken)



Verpackung
Besondere Verpackungen gehören bei Anime House nicht zum Programm, so dass das vierte Volume von GATE wie gewohnt in einer normalen blauen Blu-ray-Hülle ausgeliefert wird. Das Covermotiv, welches die Charaktere Youji Itami, Tuka Luna Marceau und Yao Ha Ducy zeigt, wurde dem sechsten jap. Volume entliehen. Die Rückseite bietet die üblichen Informationen, welche aus vier Screenshots, den Blu-ray-Daten und einer groben Zusammenfassung der Geschichte bestehen. Neben zwei Postkarten mit den Covermotiven der jap. Volumes 7 und 8 liegt auch noch ein 16-seitiges Booklet bei. Dieses stellt nicht nur einige der Charaktere näher vor, sondern bietet noch massig Informationen zur Welt von GATE. Ein Wendecover ohne dt. Altersfreigabe ist selbstverständlich vorhanden.

Punkte: 3,5/5

Meine Meinung zur Blu-ray
Anime House hat die Story der aktuellen Episoden von GATE nur grob zusammengefasst, weshalb ich mich noch ein bisschen dazu äußern werde. Youji ist noch immer mit den drei Damen von der anderen Seite des Gates in Japan unterwegs und wollte mit ihnen ein paar heiße Quellen genießen, als sie von Agenten verschiedener Länder angegriffen werden. Dank Rory und ihren Kräften wurde das Problem schnell aus der Welt geschafft. Doch kaum sind sie wieder in ihrer eigenen Welt angekommen, beginnt wieder die Arbeit, denn Prinzessin Piña will einen weiteren Krieg zwischen dem Königreich und Japan verhindern. Leider ist das nicht das einzige Problem, denn der rote Feuerdrache hat inzwischen den Clan der Dunkelelfen angegriffen und Yao Ha Ducy soll die "grünen Soldaten" um Hilfe bitten. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihr …
Die deutsche Umsetzung von GATE kann man als sehr gelungen bezeichnen, insofern man die deutsche Synchronfassung ignoriert. Anime House zauberte großartige Untertitel auf den Bildschirm, legte der Blu-ray ein Booklet und zwei Postkarten bei und presste zudem auch noch ein paar selbst produzierte Extras auf die Disc. Dass die Serie mit 24 Episoden auf acht Blu-rays erscheinen wird (in Zeiten in denen Serien mit einer solchen Länge im Ausland auf zwei Collections veröffentlicht werden), ist leider sehr ärgerlich. Oft genug wird der Preis bei deutschen Releases kritisiert, was bei manchen Labels aber scheinbar auf taube Ohren stößt (hier fallen einem besonders Kazé, KSM Anime und Anime House negativ auf, wobei Kazé manchmal den Preis der Blu-ray etwas anhebt und mehr Episoden auf die Disc presst um dadurch Volumes einzusparen). Sieht man von der mittelmäßigen dt. Synchronfassung und dem hohen Preis der Blu-ray ab, verdient das vierte Volume 3,5 von 5 Punkten in der Gesamtwertung. Nun heißt es warten, bis dass die Veröffentlichung fortgesetzt wird, denn einen Termin für Volume 5 gibt es aktuell nicht (Stand: Anfang Juli 2017).

Screenshots (für eine größere Ansicht einfach anklicken)



© Takumi Yanai / AlphaPolis / GATE Project




Miki