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Food Wars! Shokugeki no Soma Vol. 3 (Blu-ray)



 

Titel

Food Wars! Shokugeki no Soma Vol. 3 (Blu-ray)

 

Originaltitel

食戟のソーマ

 

Label

Kazé

 

Releasedatum

April 2017

 

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

Covertext
Soma und seine Freunde aus dem Polarstern-Wohnheim befinden sich noch immer im Schulungscamp der Hölle. Jeden Tag aufs Neue müssen sie sich beweisen und sollen jetzt sogar ein neues Frühstücksmenü für das edle Totsuki Resort kreiren - das ist ihre nächste Prüfungsaufgabe. Innerhalb der vorgegebenen Zeit müssen alle Schüler mindestens 200 Portionen an den Gast bringen, sonst fliegen sie von der Akademie. Doch was ist nur bei Soma los? Kurz vor Ablauf der Zeit stehen bei ihm nur acht leere Teller, während bei seinen Mitstreitern alles wie am Schnürchen zu laufen scheint. Erina, die alle mit ihren Eiern Benedict ins Verzücken versetzt, sieht den Tag gekommen, an dem sie Soma endlich loswird. Doch dieser legt eine irre Aufholjagd samt spektakulärer Schoweinlage hin. Kann er es noch schaffen?

Synchro
Mit Yoshitsugu Matsuoka (u.a. Kirito in der Sword Art Online-Reihe) und Risa Taneda (u.a. Kaori Miyazono in Your Lie in April) haben die jap. Produzenten zwei erfahrene Seiyū für die Hauptcharaktere Soma Yukihira und Erina Nakiri ausgewählt. Bei den zahlreichen Nebencharakteren verließ man sich wie üblich auf eine Mischung aus erfahrenen und weniger erfahrenen Seiyū, die jedoch alle eine erstklassige Leistung ablieferten. Da die schauspielerische Leistung ebenfalls auf einem mehr als zufriedenstellenden Niveau ist, ist das japanische Original durchaus zu empfehlen.
Kazé beauftragte die G&G Tonstudios GmbH aus Kaarst mit der Produktion der dt. Synchronfassung. Bei der Auswahl der Sprecherinnen und Sprecher bewies das Studio ein sehr gutes Händchen, doch ausgerechnet beim Hauptcharakter Soma Yukihira hat man mit Raúl Richter zwar einen erfahrenen aber stimmlich unpassenden Sprecher gewählt. Im Gegensatz dazu wurden nahezu alle Nebencharaktere perfekt besetzt, wie auch Somas Gegenspielerin Erina Nakiri, die von Jana Kilka gesprochen wird. Eine Besonderheit stellt Megumi Tadokoro dar, die aus der Region Tōhoku stammt und somit einen leicht anderen japanischen Dialekt spricht. Um dies in der deutschen Synchronfassung darzustellen, durfte ihre Sprecherin Ela Paul in einer Episode auf den Kölner Dialekt zurückgreifen. Da die schauspielerische Leistung aller Beteiligten ohne Tadel ist, kann man die deutsche Fassung als eine gelungene Alternative mit ein paar Schwächen ansehen.

Punkte: 5/5 - japanische Synchro
Punkte: 3/5 - deutsche Synchro

Opening/Ending
Sowohl die beiden Openings Kibō no Uta, gesungen von ULTRA TOWER, und Rising Rainbow, gesungen von Misokkasu, als auch die beiden Endings Spice, gesungen von Tokyo Karankoron, und Sacchan no Sexy Curry, gesungen von Seiko Ōmori, wurden in Deutsch und Rômaji untertitelt.

Untertitel
Food Wars! Shokugeki no Soma bietet nach wie vor weiße Untertitel mit einer schwarzen Outline. Dank des perfekten Timings, sowie der tadellosen Rechtschreibung und Grammatik gibt es keinen Grund zur Kritik. Da die Serie an einer Elite-Kochschule spielt, kommen in der japanischen Synchronisation zahlreiche Suffixe zum Einsatz, die selbstverständlich auch in den Untertiteln zu finden sind. Die Episodentitel, sowie die wirklich zahlreichen japanischen Einblendungen und Schilder wurden ebenfalls fast komplett übersetzt und unterscheiden sich durch die Großschreibung von den normalen Untertiteln. Eine für die deutsche Synchronfassung gedachte sekundäre Untertitelspur ist ebenfalls enthalten. Diese übersetzt die zuvor genannten Episodentitel, japanischen Einblendungen und Schilder etc. komplett, da die normalen Untertitel in diesem Fall nicht den nötigen Platz wegnehmen. Der bei der deutschen Synchronfassung erwähnte Kölner Dialekt von Megumi ist auch in den Untertiteln zu finden, auch wenn er in den aktuellen Episoden nur einmal zum Einsatz kommt.

Punkte: 4,5/5

Bild
Shokugeki no Soma wurde von April bis September 2015 im japanischen Fernsehen ausgestrahlt, was zu hohen Erwartungen bei der Bildqualität führt. Kazé konnte hier ein erstklassiges Produkt abliefern, denn es gibt keinen Grund zur Kritik. Eine perfekte Konturenschärfe, atemberaubende Effekte, sowie kräftige und dennoch natürlich wirkende Farben können durchgängig überzeugen. Saubere Farbverläufe und keinerlei Artefakte runden den positiven Eindruck ab.

Punkte: 5/5

Ton
Kazé ließ den Linear PCM Stereo-Ton der japanischen Blu-rays für die hiesige Veröffentlichung in das ebenfalls verlustfreie Format DTS HD-Master Audio 2.0 umwandeln, während die dt. Synchronfassung im gleichen Format produziert wurde. Da Food Wars! Shokugeki no Soma von seiner Geschichte lebt und es keine Action im eigentlichen Sinne gibt, ist das mehr als ausreichend. Tonfehler sind bei beiden Tonspuren zu keiner Zeit zu vernehmen.

Punkte: 3,5/5

Extras
Leider hat das dritte Volume auch keine Extras zu bieten.

Punkte: 0/5

Menüs
Die ersten paar Sekunden des ersten Openings dienen nach dem Labeltrailer, dem FSK-Hinweis und den Copyrights als Übergang in das statisch gestaltete Hauptmenü. Während man sich auf der linken Seite für eines der Untermenüs entscheidet, läuft als musikalische Begleitung das Opening Kibō no Uta. Leider wurden die Untermenüs recht unspektakulär gestaltet, denn sie bestehen nur aus reinem Text.

Punkte: 1/5

Das Hauptmenü

Die Episodenauswahl

Die Sprachenauswahl

Die Untertitelauswahl
(für eine größere Ansicht einfach anklicken)



Verpackung
Das dritte Volume von Food Wars! Shokugeki no Soma wurde ebenfalls in einem Digipack mit Schuber veröffentlicht. Das Covermotiv, welches Ikumi Mito zeigt, wurde dem sechsten jap. Volume entliehen. Die Rückseite bietet die üblichen Informationen, welche aus einer groben Zusammenfassung der aktuellen Episoden, den Blu-ray-Daten und Screenshots bestehen. Ein 16-seitiges Booklet bietet ausführliche Zusammenfassungen der einzelnen Episoden, stellt einen Teil der Charaktere genauer vor und wird durch weitere Art Settings abgerundet. Leider wurde die deutsche Altersfreigabe auf das Digipack fest aufgedruckt, während sie auf dem Schuber als Sticker befestigt wurde.

Punkte: 3,5/5

Meine Meinung zur Blu-ray
Kazé hat die Story der aktuellen Episoden grob zusammengefasst, weshalb ich mich noch ein bisschen dazu äußern werde. Soma hat das Schulungscamp der Hölle bisher überstanden, doch ausgerechnet bei eines solch einfachen Herausforderung wie dem Frühstück scheint ihn sein Glück verlassen zu haben. Er wäre jedoch nicht Held dieser Geschichte, wenn er an diesem Punkt scheitern würde. Ein Besuch seines Vaters bringt auch ein paar neue Erkenntnisse für den Zuschauer und man erfährt u.a. auch, wieso Soma unbedingt die Totsuki besuchen sollte. Nach solch anstrengenden Tagen sind erstmal Ferien angesagt und Soma öffnet notgedrungen das alte Restaurant seines Vaters. Obwohl die Gäste sofort alle Tische besetzen, scheint auf dem Rest der Einkaufsstraße kein Mensch zu sein. Doch was steckt dahinter?
Food Wars! Shokugeki no Soma kann man als typische Shōnen-Serie bezeichnen, denn zu Beginn ist Soma ein Niemand unter vielen Genies, der sich alleine durch sein Talent immer weiter nach oben arbeitet und dadurch immer mehr Freunde gewinnt. Dabei stechen besonders die Szenen hervor, die in der englischen Fassung als "foodgasm" bezeichnet werden. Neben dem ernsten Hintergrund der Serie wird auch die lustige Seite von Soma Yukihara und seinen Freunden nicht vergessen, so dass es in nahezu jeder Episode auch komödienhafte Unterhaltung zu sehen gibt.
Während die technische Umsetzung von Food Wars! Shokugeki no Soma überzeugen kann, spart Kazé extrem an On-Disc-Extras, sowie an der an der Gestaltung der Menüs, die nicht einfacher hätte aussehen können. Kann man davon absehen, bekommt man eine sehr unterhaltsame Serie zu sehen, die einem regelrecht das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. In der Gesamtwertung verdient das dritte Volume nur noch 3,5 von 5 Punkten, vor allem da sich auch der OVP ohne ersichtlichen Grund leicht erhöht hat.

Screenshots (für eine größere Ansicht einfach anklicken)



© Yuto Tsukuda, Shun Saeki/Shueisha, Food Wars! Shokugeki no Soma Committee
© 2017 VIZ Media Switzerland SA (German Version)




Miki